Hamburg

Wohnen und Arbeiten zwischen den Kanälen

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Preis

In Between the Lines/ Zwischen den Zeilen

Janna Hohn (DE), Josh Yates (GB)

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Anerkennung

DA/ -RIN -RUM -RUNTER -ZWISCHEN

Robert Schnell (DE), Paul Raphael Schägner (DE), Tobias Herr (DE)

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Engere Wahl

WORKING BY LIVING (above)

Yi-Ting Lai (TW), Karin Fröhlich Trujillo (MX)

Mix it up!

Stefan Fischer (DE)

INDUSTRIAL REFLECTIONS

Tomas Garcia Piriz (ES), Luis Castellano Pulido Alvaro (ES)
Mitarbeiter:
Jose Antonio Sanchez Fuertes(ES), Miriam Pistocchi (IT), Graziano Testa (IT), Martina Vismara (IT), Luis Miguel Ruiz Aviles (ES), Becerra Garcia Maria del Pilar (ES), Jose Antonio Herrera Garcia (ES)

Hamburg Mule

Florentine Amelie Rost (DE)
Mitarbeiter:
Agata Anna Morawska (PL), Jan Bosscher (DE)

TOGETHER

Riccardo Renzi (IT)
Mitarbeiter:
Alessandra Marchetti (IT), Anna Dorigoni (IT), Jovana Markovic (RS), Gabriele Marinari (IT), Giacomo Troiani (IT)

Standort

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Standortkurzbeschreibung

KategorieL/S - Städtebau und Architektur
TeamvertreterArchitekten, Stadtplaner, Landschaftsarchitekten
StandortgruppeVom Industriegebiet zur Produktiven Stadt
StandortHamburg-Wilhelmsburg
EinwohnerGesamtstadt: 1,8 Mio, Betrachtungsraum 2.200 Wohneinheiten (geplant)
Betrachtungsraumca. 26 ha
Projektgebietca. 2 ha
StandortvorschlagIBA Hamburg GmbH in Kooperation mit der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen
Beteiligte AkteureIBA Hamburg und private Eigentümer
Grundstückseigentümeröffentliche und private
Art der BeauftragungUmsetzung von Hochbauten in kooperativen Planungsverfahren

Was kann der Standort in Bezug auf das Thema Produktive Städte leisten?

Das Erstellen neuer Bebauungspläne mit unterschiedlichen Baugebieten (Wohnen, Mischgebiete, Gewerbe- und Industriegebiete) in einem schwierigen Kontext mit Verkehrs- und Gewerbelärm kann nur in Kombination mit hochbaulichen Lösungen zu der angestrebten städtebaulichen sowie architektonischen Qualität führen. Der Entwurf multifunktionaler Gebäude in Kombination mit bereits heute engagierten Flächeneigentümern und vor Ort aktiven Unternehmen bietet das Potential einer maximalen Erhöhung der Flächeneffizienz. An- und Ablieferung, Produktion und Handwerk sollen am Standort ebenso ermöglicht werden wie Wohnen und Bildung. Hier kann nicht nur die Nahversorgung des entstehenden Quartiers, sondern ein wirtschaftlicher Beitrag für die Gesamtstadt geleistet werden.

Strategische Ziele

Das Projektgebiet befindet sich in zentraler Lage auf der Elbinsel Wilhelmsburg. Durch die Neuordnung und Entwicklung der Flächen soll im Rahmen einer qualitätsvollen, zukunftsfähigen und sozialen Quartiersentwicklung ein lebendiges und urbanes Quartier mit einer vielfältigen Nutzungsmischung aus Wohnen, Gewerbe, Bildung und Freizeit entstehen. Aber auch die soziale Infrastruktur sowie das Ausschöpfen aller Möglichkeiten für eine verträgliche Nachbarschaft von Wohnen, Gewerbe und Verkehr im Sinne nachhaltiger Lösungen sind von besonderer Bedeutung. Hierzu wurde ein städtebaulich-freiraumplanerisches Wettbewerbsverfahren durchgeführt aus dem Hosoya Schäfer Architects und AgenceTer (HSA/AT) als Sieger hervorgingen. Bei Europan 14 steht nun die Frage nach konkreten Raumprogrammen und deren Überführung in bauliche Strukturen im Fokus.

Standort

Der zwischen ehemaligen Industriekanälen gelegene Standort rückt in Folge der Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße, die den Stadtteil derzeit noch in Nord-Süd-Richtung durchschneidet und künftig im östlichen Bahnkorridor verlaufen wird, in den Fokus der Stadtentwicklung. Mit der Verlegung wird die trennende Barriere zwischen den bestehenden Quartieren aufgehoben. Die freiwerdenden Flächen im Bereich des Wettbewerbsgebietes eröffnen die Möglichkeit für eine neue städtebauliche Entwicklung in zentraler Lage. Der Standort verfügt heute über eine extreme Gemengelage unterschiedlicher Nutzungen und Gegensätzen zwischen Bestand und Planung. Die Kleingartenanlagen werden nachverdichtet, die Sportflächen durch ein übergeordnetes Konzept umgesiedelt und untergenutzte Flächen (z.B. das ehemalige Containerlager) aktiviert.

Wie kann Produktion in die programmatische Vielfalt der Stadt integriert werden?

Die Jaffestraße und die angrenzenden Grundstücke sind bereits heute produktiv. Hier finden sich durch Lagerhaltung geprägte Höfe, produzierende Betriebe, gemischt genutzte Immobilien wie z.B. die alte Margarinefabrik mit ihren Gewerbeateliers und der moderne Gewerbehof Jaffe12. Die Entwicklung des Elbinselquartiers sowie des südlich angrenzenden Wilhelmsburger Rathausviertel und des nördlich angrenzenden Spreehafenviertels wird langfristig zum Zuzug von ca. 10.000 Menschen führen. Nicht nur die Schaffung von Wohnraum, sondern auch die Schaffung attraktiver Strukturen für kleine bis mittlere Produktions- und Gewerbe­betriebe ist Ziel der Entwicklung. Credo der Planung in allen Bereichen soll nicht das Entweder-oder sondern das Sowohl-als auch sein.

Mit welchem Raumprogramm und welchen baulichen Strukturen kann die Idee der Produktiven Stadt umgesetzt werden? Bei der Entwicklung des Programms müssen die erhöhten Lärmemissionen durch die östliche Industrie sowie die bis Ende 2019 verlegte Wilhelmsburger Reichsstraße berücksichtigt werden. Die Lage am Kanal wird als Qualität betrachtet und soll in der Entwicklung des Areals als solche gestärkt werden. Der Entwurf soll programmatisch Aussagen zu konkreten Belegungsoptionen der einzelnen räumlichen Einheiten (vertikal wie horizontal) treffen. Die Frage, welche Art von Betrieben einen geeigneten Beitrag zum produktiven Quartier leistet und welche über den Standort hinaus für die Versorgung Hamburgs mit lokalen Produkten oder zentralen Dienstleistungen eine Rolle spielen, soll ausführlich bearbeitet werden. Auch unterschiedliche Modelle der Immobilienentwicklung zur prozessualen Umsetzung und Belegung sollen als Teil des Entwurfs angeführt werden.