Bamberg

Fokus Ost – Zwischen Konversion und Welterbe

Downloads

Preis

Tradition : Adaption : Verknüpfung

Christian Eickelberg (DE)

Tafeln in größerer Auflösung herunterladen

Ankauf

CT*Bamberg

Bernardo Grilli di Cortona (IT), Francesco Corona (IT), Marco Miotto (IT), Francesca Errico (IT)

Tafeln in größerer Auflösung herunterladen

Engere Wahl

Bamberg east goes to the center

Stefania Marini (IT), Silvia Bodei (IT)

City seeds for Bamberg east

Benedikt Schneemann (DE)
Mitarbeit:
Tomas Valentinaitis (LT), Ewelina Iwasko (PL)

Standort

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12

Standortkurzbeschreibung

Kategoriestädtebaulich/architektonisch/landschaftsplanerisch
Team-RepräsentantArchitekt / Stadtplaner
StandortBamberg-Ost
EinwohnerGesamtstadt ca 71.000 / Betrachtungsraum ca. 13.000
Betrachtungsraumca. 200 ha
ProjektgebieteA 5,5 ha, B 18,1 ha, C 6,5 ha
StandortvorschlagStadt Bamberg
GrundstückseigentümerStadt Bamberg, diverse Privateigentümer,
Konversionsflächen Bundesrepublik Deutschland (BImA),
Erwerb durch die Stadt Bamberg geplant
Art der BeauftragungRahmenplan oder Bebauungsplan

Was kann der Standort zur Adaptable City beitragen?

Der Bamberger Osten bildet einen Schwerpunkt des 2014 beschlossenen Stadtentwicklungskonzepts (SEK). Durch den Aus- und Aufbau attraktiver Grün- und Wegeverbindungen in Ost-West-Richtung soll die stadträumliche Öffnung und Verknüpfung von Kasernenareal, Bamberg Ost und Innenstadt gelingen. Ein zentrales Element des SEK ist die Vision eines Ostparks, der sich zwischen Hauptsmoorwald und Lagarde-Kaserne erstreckt. Um eine Anbindung an die Innenstadt herzustellen, muss die angedachte Grün- und Wegeverbindung in Richtung Bahnhof fortgeführt werden. Die Abmilderung der Zäsur durch die Bahntrasse ist dabei eine große Herausforderung. Das Ziel ist, die besonderen Qualitäten des Bamberger Ostens sichtbar zu machen und die Identität des Viertels zu stärken.

Strategische Ziele

Bamberg ist eine mittelalterlich geprägte Stadt, die seit 1993 Teil des UNESCO Welterbes ist. Die historische Gliederung der Altstadt in Berggebiet, Inselstadt und Gärtnerstadt lässt sich heute noch ablesen und prägt die Außenwahrnehmung Bambergs.
Der Bamberger Osten mit den jüngeren Siedlungsbereichen des 20. Jahrhunderts und ausgedehnten Kasernenarealen steht bisher im Schatten der Altstadt und ist durch die Bahnlinie deutlich von ihr getrennt. Mit Aufgabe der militärischen Nutzung und dem Abzug der Amerikaner 2014 rückt dieser Bereich verstärkt in den Fokus der Planung. Um die Konversionsflächen in das Stadtgefüge einzugliedern und die Verbindung zur Innenstadt zu stärken, ist der Blick insbesondere auf die angrenzenden Stadträume zu richten.

Standort

Der Betrachtungsraum erstreckt sich mit einer Größe von ca. 200 ha zwischen den ehemaligen Kasernenflächen und dem Bahnhof und spielt deshalb für die zukünftige Anbindung des Konversionsgeländes an die Innenstadt eine herausragende Rolle.
Der Stadtteil ist vor allem ein Wohnstandort, der sich aus einer Vielzahl von Quartieren zusammensetzt. Die sehr heterogene Bebauung spiegelt die unterschiedlichen städtebaulichen Ideale der vergangenen Jahrzehnte wider. Zwischen den Quartieren liegen verstreut Einzelhandelsstandorte, Bildungseinrichtungen und vereinzelt Gewerbebetriebe. Städtebauliche Identifikationsorte, die zu einer Adressbildung beitragen, fehlen oder sind nicht ausreichend sichtbar.

Ortspezifischer Bezug zu Thema und Standortkategorie

Konzeptionelle, städtebauliche und gestalterische Lösungsansätze sollen zur Stärkung der Identität von Bamberg-Ost beitragen. Durch die Mischung von Wohnen, Kultur, Arbeit und Erholung soll ein lebendiger Stadtteil entstehen.
Eine übergeordnete Bedeutung kommt der Zollnerstraße und der Luitpoldstraße als verkehrliches Rückgrat zwischen Innenstadt und Konversionsgelände zu. Hierbei spielen die Gestaltung der Straßen­räume und die Verbesserung der Aufenthaltsqualität eine wichtige Rolle. Im Fokus der Untersuchung stehen drei Vertiefungsbereiche mit besonderem Entwicklungspotenzial.
Vertiefungsbereich A, im Rückbereich des Bahnhofs, prägt für Bahnreisende den ersten Eindruck von Bamberg. Gesucht werden hier architek­tonische Lösungsansätze mit hohem gestalterischem Anspruch, die auch den notwendigen Immissionsschutz berücksichtigen.
Für die unbebauten und teils gärtnerisch genutzten Freiflächen im Vertiefungsbereich B, östlich der Bahnanlagen, sind Ideen für die Gestaltung einer Grünanlage mit integrierter Wegeverbindung zu entwickeln. Zudem wird hier nach innovativen städtebaulichen Ansätzen zur Nachverdichtung an der Schnittstelle zwischen Wohnen und Gewerbe gesucht.
Das Erscheinungsbild des unmittelbar an die Lagarde-Kaserne angrenzenden, untergenutzten Vertiefungsbereichs C ist geprägt durch die Lage im Kreuzungsbereich zweier Hauptverkehrsachsen. Baulücken, Brachflächen und Leerstände bieten Potenzial für eine städtebauliche Aufwertung und Neuordnung.