Feldafing

Fernmeldeschule

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Preis

Forest for rest

Pablo Allen (ES), Elisabeth Garcia Asensio (ES)

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Ankauf

The Magic Park of Feldafing

F. Javier Castellano Pulido (ES), Tomas García Píriz (ES), Juan Antonio Serrano García (ES), Paloma Baquero Masats (ES), Sergio Àlvarez García (ES)
Mitarbeit: Juan Moreno, Abraham Mingorance, Cristina Iore, Fabio Santos, Joao Alves, José Ignacio Nicolás, Àlvaro Castellano, Carlos Vallecillo, Ernesto Urquízar, Federico del Río, Christof Mathes, Juan Bachs, Aida Caballero

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Engere Wahl

Voluntary simplicity

Dong Whan Lee (KR), Eun Mi Choi (KR), Jungsoo Kim (KR)# Ankauf

Inseln

Philipp Luy (DE), Laura Ullrich (DE), Florian Walter (DE)

Standort

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Standortkurzbeschreibung

Kategoriestädtebaulich/landschaftlich/architektonisch
Team-RepräsentantArchitekt/Stadtplaner/Landschaftsplaner
StandortGemeinde Feldafing, Fernmeldeschule
Einwohner4.100
Betrachtungsraum10 km², Areal der Fernmeldeschule und Verknüpfung mit der Ortsmitte und dem Umland
Projektgebietca. 31 ha
StandortvorschlagGemeinde Feldafing
GrundstückseigentümerBImA
Art der BeauftragungDie Ergebnisse des Wettbewerbs dienen als Impulse für ein Bürgerbe­teiligungsverfahren als Grundlage für weitere Entwicklungsaufträge

Was kann der Standort zur Adaptable City beitragen?

Die Gemeinde Feldafing liegt idyllisch oberhalb des Starnberger Sees. Landschaftliche Charakteristika sind der Lennépark, das Seeufer und die Roseninsel im Osten und markante, topografisch bewegte Landschaftsstrukturen im Westen. Städtebaulich jedoch weist Feldafing heute gestalterische und funktionale Defizite auf, denen durch gezieltes Eingreifen mit Sanierungs- und Nutzungskonzepten begegnet werden soll. Heraus­ragendes Beispiel ist die Neuprogrammierung des ehemals leerstehenden Bahnhofsgebäudes zum Rathaus mit Bürgersaal. Die Verlagerung der südlich gelegenen Fernmeldeschule und die Verfügbarkeit des 31 ha großen Geländes bieten eine einmalige Chance, neue Impulse zu setzen, die sich nicht nur auf das Areal selbst, sondern auf die Ortsmitte und das Umland positiv auswirken können.

Strategische Ziele

Um die großen Potenziale des Geländes der Fernmeldeschule zu nutzen und weiter zu entwickeln, hat die Gemeinde bereits im Jahr 2001 mit einer Leitbild­­dis­kussion begonnen. 2006/2007 fand ein Bürgerbeteiligungsprozess statt, in dem Fragen der sozio-ökonomischen Entwicklung sowie der städtebaulichen und architektonischen Gestaltung erörtert wurden. Das Ergebnis sah ein Campus-Modell für Bildungs-, Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen mit ergänzenden Funktionen vor, das trotz baulicher Nachverdichtung den parkartigen Charakter der Anlage bewahren sollte. Bessere Wegeverbindungen sollen zudem eine Belebung und funktionale Ergänzung der Ortsmitte fördern. Um die Ergebnisse von damals zu validieren und ggf. zu aktualisieren, führte die Gemeinde 2015 eine weitere Bürgerbeteiligung durch, deren Ergebnisse als Impulse für Europan dienen sollen.

Standort

Das Areal der Fernmeldeschule liegt in exponierter Lage etwa 70 m oberhalb des Starnberger Sees. Im Westen wird es durch die Bahntrasse begrenzt, im Osten durch die stark befahrene Tutzinger Straße, die das Areal vom Lennépark mit Golfplatz, einer über 90 Jahre gewachsenen und bewahrten Naturlandschaft und dem See trennt. Der S-Bahnhof und die Ortsmitte liegen in fußläufiger Entfernung. Die geringe bauliche Dichte verleiht dem Areal einen parkähnlichen Charakter. Die Bebauung ist über sieben Jahrzehnte entstanden und verweist auf die bewegte Geschichte des Areals. Einzelne Gebäude sind erhaltenswert und transportieren die Atmosphäre des Areals. Neben Unterkunftsgebäuden, Lehr­sälen, Ausbildungsräumen und Verwaltungsgebäuden gibt es Gebäude für Sport- und Gemeinschaftseinrichtungen sowie Technikhallen.

Ortspezifischer Bezug zu Thema und Standortkategorie

Die Anlage wurde ursprünglich als Eliteschule der Nationalsozialisten entwickelt, woran die acht im alpenländischen Stil errichteten Sturmblockhäuser noch heute erinnern. Mit dem Einzug der Bundeswehr 1960 wurde die Mehrzahl der heutigen Bestandsgebäude im Stil der klassischen Moderne gebaut. Über die Jahrzehnte wurden einzelne Gebäude in unterschiedlichen Baustilen ergänzt. Mit dem Auszug der Fernmeldeschule bietet sich heute die Chance, die isolierte Lage des Areals aufzubrechen und das Gelände in den städtischen, landschaftlichen und funktionalen Zusammenhang des Ortes Feldafing zu integrieren. Dazu sind Verbindungen zum Seeufer, zur Ortsmitte und zum neu gestalteten Bahnhof zu entwickeln und Lösungen zu finden, wie die Barrierewirkung der Bahntrasse und der Staatsstraße abgemildert werden kann. Wichtig sind dabei auch die landschaftlichen Bezüge (Blickachsen), die über Jahre durch wilden Bewuchs verloren gegangen sind. Auf architektonischer Ebene gilt es abzuwägen, welche Gebäude und Strukturen geeignet sind, nicht nur neue Nutzungen aufzunehmen, sondern auch die Geschichte und die beson­dere Atmosphäre des Ortes zu bewahren und gleichzeitig, in die Zukunft gerichtet, einen offenen Ort für künftige Generationen zu schaffen. Ziel ist eine Nutzungskombination aus den Bereichen Arbeiten, Wohnen, Freizeit und Erholung in ein ausgewogenes Verhältnis zu bringen. Beispielhaft genannt seien: innovatives Gewerbe (mit Tendenz zu Forschung und Entwicklung, Start-ups, kleine und mittelständische Betriebe), Gesundheit und Sozial­einrichtungen, Kunst und Kultur. Gesucht wird nach einem städtebaulichen Gesamtkonzept, das Programmbausteine vorschlägt, Neubau- und Nachverdichtungspotenziale identifiziert und einen einzigartigen, vielfältig nutzbaren Ort für Bürger, Gemeinde und Region schafft.