Gera

Geras starke Mitte

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Preis

Kolonisierung der Stadtmitte

Marc Torras Montfort (ES), Annelie Seemann (DE)
Mitarbeit:
Vincenza La Rocca (IT)

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Ankauf

Connected_urbis

Gautier Duthoit (FR)

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Lobende Erwähnung

EINE GOLDENE MITTE FÜR GERA

Franziska Schieferdecker (DE), Friedemann Rentsch (DE), Filip Staszkiewicz (DE), Wolfgang Hilgers (DE)
Mitarbeit:
Oleg Goi (DE)

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Lobende Erwähnung

Das ist Gera

Timothy Vanagt (BE)

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Engere Wahl

Raising Gera: step by step

Yann Follain (FR), Elodie Vittu (DE), Pauline Gaudry (FR)
Mitarbeit:
Iris Engelmann (DE)

Standort

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Standortkurzbeschreibung

Kategoriestädtebaulich/landschaftlich/architektonisch
Team-RepräsentantArchitekt/Stadtplaner/Landschaftsplaner
StandortStadtzentrum, Breitscheidstraße Ost
Einwohnerca. 95.000
Betrachtungsraum13 ha
Projektgebiet5,27 ha
StandortvorschlagStadt Gera / IBA Thüringen
GrundstückseigentümerStadt Gera und kommunale Wohnungsbaugesellschaft GWB Elstertal
Art der BeauftragungStrategischer Rahmenplan Breitscheidstraße

Was kann der Standort zur Adaptable City beitragen?

Gesucht werden innovative Ideen und radikale Konzepte, um das Projektgebiet im Stadtzentrum zu revitalisieren und zu einem gemischten Innenstadtquartier zu entwickeln. Im Rahmen von Europan 13 sollen experimentell unterschiedliche Nutzungs- und Gestaltungsideen für die Brache an der Breitscheidstraße und das Kultur- und Kongresszentrum formuliert werden, um den weiterhin notwendigen Wandel im Selbstverständnis der Stadt zum Ausdruck zu bringen. Die Qualität der künftigen öffentlichen Räume ist dabei von besonderer Bedeutung. Im Sinne eines interaktiven Prozesses der Stadtentwicklung sind die Wettbewerbsteilnehmer eingeladen, an der Diskussion mit den Akteuren vor Ort teilzunehmen und gemeinsam mit ihnen den Entwicklungsrahmen für Geras Starke Mitte zu entwerfen.

Strategische Ziele

Vor dem Hintergrund eines massiven wirtschaftlichen Strukturwandels, von Bedeutungsverlusten und Einwohnerrückgängen seit dem gesellschaftlichen Umbruch nach der Wiedervereinigung Deutschlands (minus 40.000 Einwohner von 1990 bis 2013) scheint der städtische Gesamtraum inzwischen für Gera zu groß geworden zu sein. Die Entwicklung der Wirtschaft und der Innenstadt haben bei den gesamtstädtischen Zielen höchste Priorität. Mit der Beteiligung an der Internationalen Bauausstellung (IBA) Thüringen und Europan13 soll die mentale und städtebauliche Stagnation im Zentrum der drittgrößten Stadt Thüringens überwunden werden. Das Projektgebiet und sein Umfeld sollen zum sichtbaren Ort eines Turnaround der Innenstadt werden, um das Herz der Stadt stärker zum Schlagen zu bringen.

Standort

Das Projektgebiet bildet seit über 15 Jahren als Ergebnis von Abbruchmaßnahmen eine große Brache im Zentrum der Stadt. Trotz seiner Bedeutung für die Innenstadt ist es in den letzten Jahren nicht gelungen, hier eine räumlich und funktional qualitätsvolle und zugleich wirtschaftliche Entwicklung zu initiieren. Zusätzlich wirft das Kultur- und Kongresszentrum mit 1.700 Sitzplätzen Fragen der künftigen Nutzung und Unterhaltung auf. Daneben wird das Projektgebiet von Bebauung der 1970er und zwei großen Einkaufszentren aus den 1990er Jahren begrenzt. Nach Osten wird es vom zehngeschossigen Handelshof und der Schloßstraße flankiert. Das heutige Stadtmuseum im Südosten erinnert als einzig erhaltenes Gebäude an die barocke Stadterweiterung aus dem 18. Jahrhundert.

Ortspezifischer Bezug zu Thema und Standortkategorie

Offenheit und Flexibilität
Die innerstädtische Brache konnte trotz Planungen, Investoren-Wettbewerb und Vermarktungsaktionen seit über 10 Jahren nicht entwickelt werden. Das Ziel, das Projektgebiet städtebaulich zu revitalisieren, wird aber nicht aufgegeben. Nicht zuletzt weil die Bürgerschaft selbst den Anstoß dazu gab, im Rahmen der IBA Thüringen Ideen für das Areal zu entwickeln. Dabei ist zu beachten, dass in Gera insgesamt wenig investiert wird, die sinkende Einwohnerzahl keine funktionalen Bedarfe erzeugt und die Kaufkraft nicht steigt. Die städtebaulichen Absichten müssen daher ohne übliche Entwicklungstreiber auskommen. Bauliche und Nutzungsideen müssen geeignet sein, verschiedene Akteure anzuziehen.
Konzepte müssen flexibel sein und die Offenheit des Gesamtprozesses einkalkulieren. Daher kann ein Entwicklungsvorschlag in unterschiedlichen Stufen, wie temporäre Nutzung und Aneignung, Gliederung und Strukturierung, Gestaltung und Bebauung, sinnvoll sein.
Anspruch als Starke Mitte
Das Projektgebiet soll nach dem Willen der Bürger und der Stadt Gera in ein lebenswertes und funktionsgemischtes Innenstadt­quartier entwickelt werden. Dies sollte bei den Vorschlägen für eine Programmierung und Parzellierung des Gebietes Berücksichti­gung finden. Um dem Anspruch als starke Mitte Geras gerecht zu werden und zur Vernetzung mit den angrenzenden Stadtgebieten spielen darüber hinaus die Typologie und die Qualität der öffent­lichen Räume eine entscheidende Rolle.