Schwäbisch Gmünd

Integrierte Hochschulstadt

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Un-break my Hardt

Michael Schott (DE)

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Nodes

Héctor Peinador (ES), Swastika Mukherjee (IN), Thomas Gaines (GB)

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Creative city

Johan Laure (FR), Guillaume Giraud (FR), Hadrien Balalud de Saint Jean (FR)

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Lobende Erwähnung

Playful Hardt

Julia Maisch (DE), Felix Eiffler (DE), Pablo Vitalis Hildebrandt (DE)
Mitarbeit:
Victor Aouizerat (DE)

Standort

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Standortkurzbeschreibung

Kategoriestädtebaulich / landschaftlich / architektonisch
Team-RepräsentantArchitekt / Stadtplaner / Landschaftsplaner
StandortStadtteil Hardt
Einwohnerca. 59.700 / Hardt ca. 2.900
Betrachtungsraumca. 57 ha / Ideenteil 8 ha
ProjektgebieteA 1,18 ha, B 1,20 ha, C 0,67 ha, D 0,56 ha
StandortvorschlagStadt Schwäbisch Gmünd
GrundstückseigentümerStadt Schwäbisch Gmünd, Vereinigte Gmünder Wohnungsbaugesellschaft (VGW), Selbsthilfe Vermietungsgenossenschaft eG (SVG), Landkreis, Land, private Eigentümer
Art der BeauftragungIntegriertes städtebauliches Entwicklungskonzept mit Realisierungsmodulen für die Baufelder A – D und Ideenteil

Was kann der Standort zur Adaptable City beitragen?

Die Stadt Schwäbisch Gmünd bemüht sich seit längerer Zeit um die Aufwertung des Hardt (Kasernen-Konversion) und hat einen ersten Masterplan mit Bebauungs- und Freiflächenkonzept entwickelt, der eine Neuordnung des Areals in Teilen vorsieht. Im Rahmen von Europan werden die Areale der Bildungsuniversität im Südosten und des Berufsschulzentrums im Nordosten einbezogen, um Synergien auszuloten und Ideen für ein neues Stadtmodell der Wissensgesellschaft des 21. Jahrhunderts zu entwickeln: Die bestehenden baulichen Strukturen der Hochschule sollen durch neue Angebote ergänzt und damit soziale und kulturelle Vielfalt im Quartier erzeugt werden. Es soll ein lebendiger Stadtteil mit vielfältiger Nutzung und eigener Atmosphäre entstehen; mit öffentlichen Räumen, welche die Begegnung und Verständigung fördern und den Bewohnern Orientierung und Sicherheit geben.

Strategische Ziele

Für die Gesamtstadt wurde mit „Gmünd 2020“ ein Integriertes Stadtentwicklungskonzept erstellt. Das Gebiet Hardt als künftiges Stadt­erneuerungsgebiet ist eng mit den gesamtstädtischen Entwicklungsplanungen verzahnt (Urbanisierungsstrategie). Zwischen den Gebieten Hardt-Süd und Hardt- Nord bildet die Oberbettringer Straße eine städtebauliche Zäsur, die sich in der Bevölkerungsstruktur und den mangelnden Verbindungen zwischen beiden Gebieten widerspiegelt. Bedeutendes Verknüpfungselement zwischen nördlichem und südlichem Bereich bildet im Masterplan das „Grüne Band“ in Form von grünen Wegen und Freizeitflächen, die die Quartiere über die Straße hinweg enger miteinander verzahnen sollen. Die planerische Ausarbeitung des „Grünen Bandes“ und der angrenzenden Bebauung ist wesentlicher Aspekt des Wettbewerbs. Mit den Esplanaden Nord und Süd sollen auch die Quartiers­teile in sich neu geordnet und die Bildungsstandorte angebunden werden.

Standort

Das Areal befindet sich südöstlich der Kernstadt auf einem Bergsporn. Die südliche Hangkante ist überwiegend mit Einzelhäusern bebaut. Östlich grenzen die Areale der Bildungsuniversität (Pädagogische Hochschule) und des Berufsschulzentrums an. Im Flächennutzungsplan ist das Gebiet als Wohnbau-, Gemeinbedarfs- sowie Sonderbaufläche ausgewiesen. Die ehemalige Housing Area der US-amerikanischen Streitkräfte im nördlichen Bereich ist durch sich auffächernde ost-west-gerichtete Zeilenbauten geprägt. Der Bereich um die Grundschule und den Kindergarten soll mit ergänzenden sozialen Einrichtungen und ggf. Einkaufsmöglichkeiten künftig das gesellschaftliche Quartierszentrum werden. Im südlichen Bereich bilden die nord-süd-gerichteten Zeilenbauten aus den 1950/60er Jahren ein eigenständiges Quartier gegenüber der angrenzenden Einfamilienhausbebauung.

Ortspezifischer Bezug zu Thema und Standortkategorie

Konzeptionelle, städtebauliche und gestalterische Lösungsansätze sollen zur Stärkung der Identität des Hardt beitragen. Wesentliche Rolle spielen dabei eine Verbesserung der Integration und die Schaffung eines sozialen Gleichgewichts von Hardt-Süd und Hardt-Nord durch Aufwertung des Wohnungsbestandes und des Wohnumfeldes sowie Schaffung von neuem, zeitgemäßem Wohnraum. Gesucht wird ein übergeordnetes städtebauliches und landschaftsplanerisches Gesamtkonzept für den Betrachtungsraum, das neue Impulse setzt für eine bessere Vernetzung der Bereiche und eine Einbeziehung der bestehenden Bildungseinrichtungen in das Gesamtkonzept. Innerhalb des Projektgebiets kommt dem „Grünen Band“ und den Esplanaden als vernetzenden Elementen zwischen dem künftigen Quartierszentrum (mit dem nordöstlich angrenzenden Weltgarten, einer Initiative der Gmünder Bürger zur Aufwertung des multikulturellen Stadtteils), der geplanten Angerbebauung im Norden sowie dem Wohnquartier Sonnenhügel im Süden, besondere Bedeutung zu; mittelfristig bietet die bisherige Bauhoffläche Potenzial für eine integrierte Hochschulstadt und ist ein wesentlicher Baustein des Ideenteils. Für die Baufelder werden konkrete architektonische Vorschläge erwartet. Die Zentrenstruktur des Gebiets im Hinblick auf den Einzelhandel zwischen Falkenbergplatz, Quartierszentrum und neuer Hochschulstadt ist neu zu justieren. Wesentliche Aufgabe ist auch eine Qualifizierung des Wohnumfeldes: Neugestaltung von Straßen- und Platzräumen sowie Vorschläge zur Neuordnung des ruhenden Verkehrs. Die Barrierewirkung der Oberbettringer Straße soll durch gestalterische Maßnahmen reduziert und dem heutigen Charakter einer reinen Durchgangsstraße deutlich entgegengewirkt werden. Ziel ist eine nachhaltige Entwicklung des Hardt, die gleichermaßen soziale, kulturelle, ökologische und ökonomische Belange berücksichtigt, städtebauliche Qualitäten sichert und mit dem Einsatz innovativer Technologien dem Klimaschutz Rechnung trägt.