THE ADAPTABLE CITY 2

SELF-ORGANISATION • SHARING • PROCESS

„Adaptable City 2” erweitert das im vorangegangenen Wettbewerb aufgerufene Thema der „Stadt im Wandel“ hin zu mehr Selbstorganisation, zu neu interpretierten Formen des Teilens und zu offenen Planungsprozessen, die Akteursvielfalt ermöglichen und flexibel auf die sich ändernde urbane Kultur reagieren können. Resilienz im Kontext sich grundlegend wandelnder Stadtstrukturen ist ebenso ein Thema wie die Stärkung des sozialen Zusammenhalts in der Stadtgesellschaft oder die Auseinandersetzung mit neuen Methoden einer Stadtökonomie vor dem Hintergrund von begrenzten Ressourcen und Energiewende. Es geht um ein Weiter- und Neudenken des Bisherigen, um Entwürfe für die künftige Stadt in Europa.

Europan 13 bietet vier Kategorien von Standorten mit spezifischen Fragestellungen an.

Leerstellen in das Stadtgefüge integrieren

Mit welchen Eingriffen können blinde Flecken aktiviert und in der urbanen Struktur sichtbar werden? Wie gibt man diesen Leerräumen einen neuen Sinn? Umbrüche in ökonomischen, sozialen oder politischen Strukturen führen nicht selten zu Brüchen im urbanen Gefüge, ganze Gebäudekomplexe warten auf neue Nutzer, aufgelassene Militärstandorte gilt es umzuwidmen, Grünareale liegen brach. Oft entziehen sich Orte allein durch ihre schiere Größe einer natürlichen Entwicklung. Für eine Integration in den städtischen Lebensraum sind neuartige Konzepte für eine Wiederentdeckung und eine Neubewertung der vorhandenen Potenziale nötig.

Frische Impulse für den urbanen Raum nutzen

Wie können neue Programme oder Mobilitätsangebote nutzbar gemacht werden? Welche neuen Impulse lassen sich aufgreifen und an benachbarte Areale weiterreichen? Der städtische Lebensraum ist seinen eigenen Rhythmen unterworfen, hier kollidieren lokale und überregionale Interessen, soziale Strukturen und historische Entwicklungsstränge. Auslöser für Transformationen können veränderte programmatische Entwicklungen sein, ein kultureller Wandel, aber auch neu erschlossene Verkehrssysteme, die Keimzellen für eine künftige urbane Entwicklung darstellen können.

Defiziten eine positive Dynamik abgewinnen

Wie kann eine Neubewertung des Status quo zu einer Regeneration genutzt werden? Womit lässt sich eine positive Dynamik erzeugen? Nicht selten haben städtische Standorte mit problematischen Rahmenbedingungen zu kämpfen. Die Ursachen sind vielfältig, ökonomischer Niedergang, ökologische Altlasten, städtebauliches Abseits, doch häufig genug sind auch überkommene Sichtweisen der Grund für eine mangelnde Wertschätzung. Gesucht werden Szenarien eines neuen Miteinanders, die mit architektonischen und stadtplanerischen Mitteln umgesetzt werden können.

Zäsuren zu Verknüpfungen transformieren

Wie können Hindernisse transformiert werden? Lassen sie sich als Verbindungen in andere Richtungen und auf unterschiedlichen Ebenen umdenken? Flussläufe, Straßen, Bahntrassen aber auch funktionale und stadträumliche Defizite bilden oft scheinbar unüberbrückbare Barrieren, die Grenzen im Stadtraum manifestieren. Um sie zu überwinden, bedarf es einer Neuinterpretation, sie können vielfältige Programme erhalten, als Passagen in alle Richtungen dienen und damit neue Funktionen auf beiden Seiten verbinden, die eine andere Perspektive für das Vorhandene ermöglichen.