Berlin

Südkreuz

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Preis

LG 034 Lügengebäude

Wolfgang Koelbl (AT)

MM 777 Over The Train

Marine Miroux (FR), Christoph Hager (AT)

Engere Wahl

BR 287 Südparcours

Pierre Alexandre Devernois (FR), Mathieu Mercuriali (FR), Florian Hertweck (DE), Matthieu Lott (FR), Nam Le Toan (FR)

MB 001 Menschbahn

Dimitri Goldenberg (UKR), Elena Deshinova (RUS), Marie-Pierre Vandeputte (DE)

Standort

1 2 3 4 5
Einwohner3,4 Mio.
Betrachtungsgebiet170 ha
Projektgebietvon den Teilnehmern auszuwählende Einzelbereiche

THEMA

Das Südkreuz-Areal ist im Stadtzusammenhang, wie auch regional, infrastrukturell sehr gut angebunden. Die innere Erschließung des Gebiets ist jedoch unzureichend, selbst Fuß- und Radwege brechen an dessen Grenzen ab. Die vorhandenen Verkehrsflächen (Bahn, Auto) durchqueren das Gebiet derzeit nur, der Bahnhof wird als Umsteige-, nicht jedoch als Zielbahnhof von S-Bahn-Nutzern verwendet; von der Fernbahn wird der Bahnhof kaum genutzt. Um diese Insellage aufzubrechen, ist ein übergeordnetes Erschließungskonzept notwendig, das sowohl die Liegenschaften der öffentlichen Hand als auch die zahlreichen privaten Brachflächen mit einbezieht. Zur Einbindung in den städtischen Zusammenhang ist hierfür die "Schöneberger Schleife", ein Fuß- und Radweg, geplant, der ausgehend vom sog. Flaschenhals über das Südkreuz zurück zum Gleisdreieck/Potsdamer Platz/Tiergarten führen soll. Die Verknüpfung der öffentlichen Räume unter Einbindung bereits vorhandener Parks und Sportanlagen, soll so die mosaikartige Struktur des Quartiers zu einem zusammengehörigen Ganzen fassen und mit der Innenstadt verknüpfen.

AGGLOMERATION

Berlin, im Nordosten Deutschlands gelegen, ist Hauptstadt mit Regierungssitz. Das südlich der Berliner Innenstadt gelegene Wettbewerbsareal ist etwa 3,5 km vom Potsdamer Platz und 1 km vom Flughafen Tempelhof entfernt. Als ehemaliger Versorgungsstandort der Stadt (Gas, Strom, Großgewerbe u.a.) ist das Gebiet verkehrlich gut angebunden: Neben der Zufahrt "Schöneberger Autobahnkreuz" (Umland-Innenstadt) verlaufen am neuen Bahnhof Südkreuz zwei S-Bahn-Linien und die Berliner Ringbahn sowie der Fernverkehr Richtung Norden und Süden. Als zweitgrößter Bahnhof Berlins stellt er den neuen Dreh- und Angelpunkt des Areals dar. Durch Neustrukturierung der brach gefallenen Flächen (Bahntrassen, Industrie- und Gewerbehöfe etc.) soll das Areal mit einem übergeordneten Freiraum- und Infrastrukturkonzept als Cityergänzungsgebiet stadträumlich eingebunden werden.

BETRACHTUNGSGEBIET

Das Wettbewerbsareal ist Projektgebiet des Förderprogramms "Stadtumbau West". Die Strukturen des Areals setzen sich aus Bahnflächen, ehemaligen Versorgungsflächen (Gasag) und Kasernenarealen und aus sehr unterschiedlichen, im Privatbesitz befindlichen, Gewerbeflächen zusammen. Die Aufwertung des Gebiets liegt sowohl im Interesse der Stadt als auch privater Investoren. Zur Unterstützung des neuen Weges (Schöneberger Schleife) durch das Quartier ist die Umnutzung einiger Gewerbestrukturen und die Schaffung von Ost-West-Verbindungen auch in Form von Brücken über die Eisenbahntrasse geplant. Es soll eine übergeordnete Gesamtkonzeption für die Schöneberger Schleife als Lückenschluss zwischen vorhandenen und geplanten Grünanlagen entwickelt werden.

PROJEKTGEBIET

Im Rahmen einer städtebaulichen Voruntersuchung wurde das Gebiet zur schärferen Profilierung des Quartiers in einzelne Bereiche aufgeteilt, denen zukünftige Nutzungen zugeordnet werden: Büros und Wohnen (Schöneberger Linse), Dienstleistung, Gewerbegebiete, Freizeit/Kultur (Gasometer). Die Schöneberger Schleife soll als Rückgrat der verschiedenen Nutzungen diese Segmente miteinander vernetzen und an die Berliner Innenstadt anbinden. Eine Verbesserung der Wohnqualität in angrenzenden Gebieten wird ebenso angestrebt, wie eine Positionierung des Quartiers im Tourismussektor Berlins. Einzelmaßnahmen entlang dieser Wegeverbindung sollen eine schrittweise Realisierung der Schöneberger Schleife initiieren. Es werden unterschiedliche Vertiefungsbereiche mit verschiedenen thematischen und programmatischen Schwerpunkten zur Bearbeitung vorgeschlagen, die in ein strategisches Gesamtkonzept einzubinden sind.