Donauwörth

Parkstadt

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Preis

DW 628 recharging space

Dominique Dinies (DE), Markus Vogl (DE), Robert Diem (AT), Sandra Schiel (AT), Irina Koerdt (DE)

Engere Wahl

AT 247 Ausser Wand und Band

Tobias Häberle (DE), Anne Riggenmann (DE)

LF 392 Parkstadt Mitte

Joachim Buerklein (DE), Petra Alschinger (DE), Manuela Mannes (DE)

MC 345 Zentrum - Parkstadt

Florian Dilg (DE), Anja Gaigl (DE), Angelika Zwingel (DE)

Standort

1 2 3 4 5
Einwohner18.500
Betrachtungsgebiet4,7 ha
Projektgebiet0,56 ha

THEMA

Der Stadtteil Parkstadt entstand ab Ende der fünfziger bis in die siebziger Jahre als geplanter Stadtteil zur Erweiterung der Siedlungskapazitäten der südwestlich gelegenen Kernstadt. Das Areal befindet sich auf dem Höhenrücken des sog. "Schellenberges", einem Ausläufer der waldreichen Höhen des fränkischen Jura ca.100 Höhenmeter über der eigentlichen Kernstadt. Das auf dem Reißbrett entworfene Stadtquartier weist in der Praxis Mängel, vor allem in Bezug auf den öffentlichen Raum, auf. Die offene Parkstruktur bietet keinerlei zentrale Anhaltspunkte, dem Straßenraum mangelt es an Aufenthaltsqualität. Ein wichtiges Projekt der nächsten Jahre ist daher die Umgestaltung und Aufwertung des zentralen Bereichs der Parkstadt, der bereits über wichtige Infrastruktureinrichtungen verfügt, jedoch keinerlei Zentrumsfunktion entwickeln konnte. Es soll ein den öffentlichen Funktionen adäquater Identifikationspunkt für den Stadtteil und ein Bereich für Begegnung und Aufenthalt geschaffen werden. Eine Verbesserung der Zufahrtssituation ist ebenso zu entwickeln wie die Anpassung des Wegenetzes. Ziel ist es, das Gebiet unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit den sich wandelnden Bedürfnissen und Ansprüchen der Bewohner anzupassen und den öffentlichen Raum als kommunikativen Ort der Begegnung weiterzuentwickeln.

AGGLOMERATION

Die Große Kreisstadt Donauwörth liegt im Regierungsbezirk Schwaben, am Mündungspunkt der Wörnitz in die Donau. Die Stadt ist Mittelzentrum für ca.65.000 Einwohner des südlichen Landkreises Donau-Ries. Die zentrale Lage in der Region, etwa 45 km nördlich von Augsburg, macht die Stadt zum wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Zentrum Nordschwabens. Donauwörth dient als Verkehrsdrehscheibe der Region und ist aufgrund der günstigen Lage auch an überregionale Wirtschaftsräume angebunden.

BETRACHTUNGSGEBIET

Die Parkstadt wurde von Ende der fünfziger bis in die siebziger Jahre hinein realisiert. Im Viertel leben derzeit etwa 4.200 Einwohner. Mit dem Zuzug von über 1.000 Aussiedlern aus der ehemaligen UdSSR Mitte der neunziger Jahre traten starke soziale Spannungen auf. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, hat die Stadt 2004 beschlossen, sich für das Programm "Soziale Stadt" zu bewerben. Im Zuge der hierfür notwendigen Voruntersuchungen wurden sowohl eine detaillierte städtebauliche Analyse durchgeführt, als auch umfangreiche sozialräumliche Daten erhoben. Erste Projekte, wie z. B. die Schaffung eines Jugendzentrums, wurden bereits erfolgreich umgesetzt. Ziel ist es, neben der anstehenden Erneuerung der dreißig- bis vierzigjährigen Bausubstanz, den öffentlichen Raum durch eine Neuordnung des Stadtraums und eine Aufwertung des zentralen Bereichs zu aktivieren. Einen besonderen Schwerpunkt bei der Weiterentwicklung des Stadtteils setzt Donauwörth bei den Themen "Klimaschutz" und "Energieeffizienz". Die Umgestaltung der öffentlichen Flächen soll bereits ab dem Jahr 2008 erfolgen.

PROGRAMM
Infrastrukturelle Maßnahmen bezüglich der Anbindung des Viertels im städtischen Kontext; Wegebeziehungen innerhalb der Parkstadt zur Aktivierung des öffentlichen Raums; bauliche Ergänzungen zur Aufwertung des Stadtraums und Ergänzung/Umgestaltung der vorhandenen Bebauung.

PROJEKTGEBIET

Das Planungsgebiet umfasst den zentralen Bereich der Parkstadt. In unmittelbarer Nachbarschaft sind hier die wichtigsten Infrastruktureinrichtungen des Stadtteils angesiedelt: Kindergarten, Schule, Kirche, Gemeindehaus, Läden, Ärzte, Apotheke, Einkaufszentrum, wie auch eine öffentliche Grünanlage mit Brunnen. Ziel ist es, diesem vorhandenen Zentrum mit neuen Visionen zu begegnen, die sich wandelnden Bedürfnisse der Bewohner einzubeziehen und die Identität des Quartiers zu stärken. Im Rahmen der in den kommenden Jahren durchzuführenden Sanierung der Bausubstanz ist besonderer Wert auf Ökologie und Nachhaltigkeit zu legen.

PROGRAMM
Neugestaltung und Aktivierung des Zentrums; Ort für Begegnung und Aufenthalt im öffentlichen Raum; Konzepte für ökologische Sanierung und Erneuerung der bestehenden Bausubstanz; Verbesserung der Wegebeziehungen.