
READYMIX
ist die Kombination einer zeitlichen und räumlichen Strategie: Ein infrastrukturelles Grid sowie ein System von öffentlichen Plätzen bilden die Katalysatoren für diverse Nutzungs-
und Entwicklungsszenarien. Der Entwurf versteht das Gelände als durch gängige Grünfläche, die zwischen dem Park „Grünes Dreieck“ und Landschaftsraum „Weinbergwiesen“ vermittelt. Die Landschaft wird zum eng
mit der Bebauung verbundenen Element, das durch drei Gebäude typen gleichzeitig integriert und befreit wird. Das Einfamilienhaus auf einem ovalen Grundstück (Ovato), die Reihenhäuser und der aufgeständerte Geschoss-
wohnungsbau greifen die tradierten Wohnbilder auf und überführen diese durch räumliche Verschneidung zu einer neuartigen Urbanität und einer Intensivierung sozialen Lebens.
STÄDTEBAULICHER ENTWURF
Für die sich anschließende städtebauliche Überarbeitung bestanden die Vorgaben der Stadt Halle in dem Wegfall der aufgeständerten Groß formen sowie dem Wegfall der variablen Gemeinschaftsflächen.
Die ebenfalls vorgegebene prozentuale Verteilung der verbliebenen Wohntypen sowie eines neu hin zugekommenen Mehrfamilienhaus Typus erfüllt der Entwurf ebenso wie den geforderten
Anteil der öffentlichen Grün- und Erschließungsflächen (max. 30 % der Bruttobaufläche) und den Nachweis aller privaten Stellplätze auf den jeweiligen privaten Grund stücken.
Prägendes Leitbild des Entwurfes ist nach wie vor ein fließender Grünraum zwischen den Parkanlagen „Grünes Dreieck“ und „Weinberg wiesen“. Der weiche Übergang zu den Weinbergwiesen mit den „OvatoGrundstücken“ wirkt wie ein grob-
maschiger Filter. Im mittleren Bereich wird der lockere Grünraum mit den „OvatoGrundstücken“ bis an die Scharnhorststraße herange führt. „Bebauungsinseln“ mit Doppelhäusern oder Reihenhaustypen brechen die homogene Struktur auf und verweben den grünen Korridor mit den Randbereichen. Nördlich der Scharnhorststraße wandelt sich der Charakter des fließenden Grünraumes:
In einer dichteren Struktur – in klarer Abgrenzung zum innen liegenden Park – wird der offene Raum durch eine lockere Anordnung gebildet. Geschosswohnungsbau in Form von sechs kompakten „Stadtsteinen“ rhythmisiert das Gebiet.
Im weiteren Verlauf wurde ein Teilgebiet des Areals nach Überarbeitung eines von der Stadt Halle beauftragten Planungsbüros 2006 in einen Bebauungsplan überführt.
Auf der Grundlage des Bebauungsplanes wurde das Areal parzelliert und vermarktet. Es wurden drei verschiedene Grundstücksgrößen von 440 m2, 550 m2 und 711 m2 angeboten. Die Nachfrage, insbesondere für die „OvatoGrundstücke“ war groß. Leider ist es nicht gelungen, die für die unterschiedlichen Grundstückszuschnitte vorgeschlagenen Gebäudetypologien der Preisträger umzusetzen. Die Bebauung der Grundstücke erfolgt
individuell durch die privaten Eigentümer. Dabei kommen teilweise sehr unterschiedliche Gebäudetypen zum Einsatz. Ob die im Bebauungsplan festgelegten städtebaulichen Entwurfskomponenten stark genug sind, um das gewünschte Bild eines fließenden Landschaftsraums zwischen der gestalteten Parklandschaft des Grünen Dreiecks und den Weinbergwiesen zu erzeugen, wird die Zukunft zeigen.