Europan Deutschland

E19: Thema

Re-Sourcing 2: Ressourcen neu denken

Große und kleine Städte sind genauso wie urbane Landschaften damit konfrontiert, die gebaute Umwelt im Einklang mit natürlichen Prozessen zu entwickeln. Der Europan-19-Wettbewerb fordert junge Architektinnen und Planer in ganz Europa auf, neue Entwurfsstrategien zu erproben und mit ihnen Projekte zu entwerfen, die bestehende Ressourcen klug nutzen – anstatt auf Abriss und Neubau zu setzen. Drei Leitmotive bestimmen den E-19-Wettbewerb:

1. Natürliche Elemente als Gestaltungspartner

Wasser, Luft, Boden und Energie prägen unsere Städte – oft jedoch als Risiken statt als Potenziale. Es gilt, diese Potentiale zu integrieren und mit dem Bestehenden in Einklang zu bringen, anstatt gegen sie zu bauen.

2. Neue Lebensweisen, andere Räume

Der digitale Wandel prägt das soziale Zusammenleben, das Wohnen und das Arbeiten. Gefragt sind urbane und architektonische Räume, die Intimität, Gemeinschaft und Solidarität anders in Beziehung setzen – inspiriert von bioklimatischen und permakulturellen Prinzipien, die auch nicht-menschliche Akteure einbeziehen.

3. Bauen mit dem, was schon da ist

Gebäude und bestehende Infrastrukturen sind Materiallager. Reduzieren, Wiederverwenden, Rezyklieren: Statt immer neuer Konstruktionen müssen wir vorhandene Strukturen transformieren und Materialien lokal weiterdenken. So entsteht eine ressourcenschonende Architektur, die diesen Namen in Zukunft verdient. Ziel des Wettbewerbs ist die Entwicklung von Ideen für vernachlässigte, brachliegende, leere, stigmatisierte oder monofunktional genutzte Stadträume, welche diese wieder zu lebendigen, integrativen und durchmischten Stadträumen transformieren können.